DIEseite der BISoP/BIfH AbsolventInnen

7. Aussendung an die MitgliederInnen

Absolventenverein BIfH/BISoP Baden bei Wien

www.DIEseite.net/avbisop 

° Aussendung im Mai 2005

Liebe Kolleginnen und Kollegen allerorts!
Liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinschaft!
Liebe Absolventinnen des Bundesinstitutes für Sozialpädagigik!

Wohin führt dein Weg, liebes Bundesinstitut? Schon von einigen Jahren haben wir versucht ein wenig darzustellen, wohin die Entwicklung der Sozialpädagogenausbildung, speziell auch unseres Institutes, in Österreich gehen könnte. Aber auch heute gibt es noch keine offiziellen „Wegbeschreibungen“. Klar scheint aber, dass unser Bundesinstitut die Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Akademien forciert, und der Weg zu einer gemeinsamen pädagogischen Hochschule mit entsprechenden Fachrichtungen als sympathischer und guter Weg gesehen wird. Vor allem auch, weil damit die Sozialpädagogikausbildung in Österreich Hochschulniveau erhalten würde.

Ich selbst sehe, wenn man Berufsgruppen in Liebe verkuppeln will, die emotionale Berufung zum Sozialpädagogen näher dem Feld der Sozialarbeit, als dem der pädagogisch Lehrenden. So stehe ich sehr offen dem Versuch des Arbeitsgebers Gemeinde Wien gegenüber, die Durchlässigkeit zwischen den Berufsgruppen Sozialarbeit und Sozialpädagogik bei seinen Angestellten zu erhöhen, und die jahrelang praktizierte scharfe Abgrenzung zu lockern. In einem ersten Schritt soll es ein Umstiegslehrgang SozialpädagogInnen ermöglichen, auch auf dem Jugendamt zu arbeiten.

Doch schon liest man in einer im Internet veröffentlichten Stellungnahme von Prof. Mag. Dr. Peter Pantucek an die Wiener Landesgruppe des Öster. Berufsverbandes der Sozialarbeiterinnen bezüglich des geplanten Lehrganges (auf die inhaltliche Qualität bezogen) die Empfehlung: „... alle geeigneten Schritte zu unternehmen, um den Einsatz von Absolventinnen eines solchen Kurses auf Sozialarbeiterinnen-Arbeitsplätzen zu verhindern“. Weiters ist wegen des unterschiedlichen Ausbildungsstandes österr. SozialpädagogInnen (Fachmatura Niveau, keine tertiäre Ausbildungsstufe) zu Sozialarbeiterinen (Diplomabschluss, entspricht einem ersten Hochschulabschluss) davon die Rede „dass von einer vergleichbaren Qualifikation von SozialpädagogInnen (auch mit diesem Lehrgang) mit Sozialarbeiterinnen nicht einmal ansatzweise gesprochen werden kann“. Weitere Feststellung neben anderen ähnlichen Aussagen: „Würden ausgebildete österreichische SozialpädagogInnen auch nach Absolvierung dieses Lehrganges anstelle von Sozialarbeiterinnen eingesetzt werden, wäre das gleichbedeutend mit der Inkaufnahme einer dramatischen Unterqualifizierung des Personals. ... wäre eine unzulässige Attacke auf den professionellen Charakter der Sozialarbeit ...“.

Ist es also richtig und ein „Muss“ für unseren Berufsstand, dass sich die Sozialpädagogenausbildung eindeutig in Richtung Hochschule bewegt? So wie in Deutschland, wo Erzieher „unten“ und SozialpädagogInnen mit universitärem Studium (dort „Pole Position“ vor der Sozialarbeit, ebenfalls festgestellt von Prof. Pantucek) „oben“ arbeiten? Ich weiß es nicht.

Was ich aber weiß ist, dass ich viele KollegInnen mit denen ich jetzt zusammenarbeite, mit denen ich mich gemeinsam entsprechend den konkreten Anforderungen fortbilde, mit denen ich gemeinsam wissenschaftlich bestätigte Extremsituationen im Berufsalltag bewältige, sehr vermissen würde.

Vermissen würde deshalb, weil sie ohne der Möglichkeit einer 5jährigen Ausbildung zum Sozialpädagogen, oder einer Kollegabsolvierung, oder eines berufsbegleitenden Lehrganges den Weg des Sozialpädagogen wohl nie eingeschlagen hätten.
Persönlich glaube ich an die Notwendigkeit des ewigen Lernens und des immer neuen Aneignens von jeweils den aktuellen Herausforderungen entsprechendem Handwerkszeug. Ich glaube aber nicht, dass dafür, oder für einen professionellen Sozialpädagogen, die Basis und bildungspolitische Hürde ein Fachhochschul-, oder gar Universitätsstudium sein muss.

Das meint euer Obmann,

Ralph Hamburger

Neue Statuten erarbeitet!

Ein lang gehegter Wunsch vieler aktiver Mitglieder konnte in den letzten Wochen im Arbeitskreis unseres Vereines umgesetzt werden:

Die seit Gründung des Vereines 1962 geltenden Statuten wurden den aktuellen Gegebenheiten angepasst, wobei die Identität des Vereines als lose Gemeinschaft aller BifH/BISoP AbsolventInnen und deren FreundInnen erhalten blieb.

Besonderer Dank gilt hier HR Dr. Inge Gnant für die stete produktive Erinnerung und effiziente Mitarbeit.

Wir wollen euch die neuen Statuten bei der ordentlichen Generalversammlung (siehe rechte Seite) zur Bestätigung vorlegen.

Besondere Freude ist es uns, zu diesem Anlass Hofrat Mag. Friedrich „Dixi“ Dietl begrüßen zu können und in kleinem Rahmen, unter möglichst hoher Anwesenheit „seiner“ AbsolventInnen, ihm die erste Ehrenmitgliedschaft auf Basis der neuen Statuten zu verleihen.

Schon jetzt sind die neuen Statuten über unsere Homepage: www.DIEseite.net/avbisop > Aktuelles abrufbar.

Ein Blick dorthin macht sich sicher bezahlt, denn ebenfalls dort gibt es das aktuelles Foto unseres Direktors a.D. in Farbe, und auch Fotos vom gelungenen Umbau des Schlosses Braiten.

Ja, und wenn Ihr selbst anderen AbsolventInnen Nachrichten, Bilder, oder anderes hinterlassen wollt, unsere Homepage stellt euch dafür Platz zur Verfügung.

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